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Bericht vom Hessenjazz 2002 - von Georg Pohl


Eigentlich hatte alles in Erfurt begonnen. Jörg Eichelberger machte uns den Mund richtig wässerig nach dem "Hessen Jazz" in Idstein und lud Elfi und mich ein, der Veranstaltung eine gewisse Würde zu verleihen.

Nun liegt Idstein nicht nur in der Nähe von Wiesbaden/Frankfurt, sondern auch noch im Taunus, was für uns Niederrheiner die Erreichbarkeit zu Fuß und per Fahrrad doch recht stark einschränkt. Elfi meinte allerdings, das sei nicht weiter schlimm, wir hätten ja ein Automobil. Zwischendurch informierte Jörg, dass auch Gabi und Karl-Heinz Krebs da sein würden.

Nachdem verschiedene Verwaltungsakte und Formalitäten bewältigt waren (Einreisevisum, Impfschutz, Hotelbuchung ...), machten wir uns Samstag vormittag auf den Weg. Wer sich das Wetter Anfang August ins Gedächtnis ruft, wird ein nasses Hirn kriegen, und wir hatten bereits die wüstesten Befürchtungen hinsichtlich Elfis Frisur nach einem verregneten Open-Air-Festival.

Um es kurz zu machen: das Wetter war optimal. Es blieb trocken, nicht zu warm, nicht stürmisch, lediglich gegen Abend wurde es etwas dunkel.

Idstein im Taunus ist eine ehemalige Nassauer-Residenz (bezieht sich nicht auf Jörg, sondern ist eher historisch gemeint). Die Altstadt - in der auch der "Hessen-Jazz" stattfand - ist ein Kleinod aus liebevoll restaurierten und wundervoll erhaltenen mittelalterlichen Häusern, zwischen die sich Neubauten nahtlos einfügen. Das Jazz-Festival bot für jeden etwas: Dixie, Borderland, Free Jazz, Soul, New Orleans, Chicago ... auf kleineren und größeren Bühnen in der Altstadt verteilt, dazwischen die mindestens genauso wichtigen Getränke- und Imbiß-Stände ... aber erst mal der Reihe nach.

Gegen Mittag schlugen wir in Idstein auf und machten uns auf die Suche nach der Behausung von Ute und Jörg, der vorher versichert hatte, er wisse, wo das sei. Nun gut, mittlerweile wissen wir es auch :-)

Nach einem ersten Beschnuppern (wörtlich zu nehmen!) wurden Pfeifen gestopft und einige wichtige weltpolitische Probleme gelöst (wo gehen wir hin? wann kommen wir zurück, was machen wir sonst? ...). Und dann ging's ab zur Musi.

Es war ausgesprochen entspannend: Musik hören, irgendwo stehen bleiben, weiterziehen zur nächsten Bühne ... Dabei hatte sich schnell herausgestellt:
am besten kommt man durch die Menge, wenn man entweder einem Kinderwagen folgt oder Jörg mit rauchendem "Royal Coachman" als Eisbrecher vorschickt. Da wir nicht so viele Kinderwagen fanden ...

Das Mini-Daft war - wohl nicht nur in meinen Augen - ein sehr schönes Treffen. Vor dem Hintergrund des Hessen-Jazz, konnte man herrlich schwofen und paffen, wobei die anwesenden Damen dafür sorgten, dass es nicht ausschließlich in ein Pfeifen- und Tabakseminar abglitt. Und das Schöne bei den kleinen Treffen: man kann sich ausgiebig unterhalten, lernt sich kennen und mögen.

Unser Dank gilt vor allem Ute und Jörg, die das daft-Hessen-Jazz-Treffen zu einem Erfolg machten (unschlagbar: der Wurstsalat!). Die einstimmige Beurteilung aller: spitzenmäßig! Wir kommen wieder!

Lott jonn, Georg

(13.08.2002)


09.03.2003


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